Nebenbei Freundschaft

Ich und er haben viele Gemeinsamkeiten. Genauso viele Geschwister, fast den gleichen Geburtstag (3 Tage ist er älter) und fast gleich viel Quatsch im Kopf. (Wobei ich an dieser Stelle – auch weil ich weiß, dass er es lesen wird – anmerken möchte, dass ich einen feineren Humor habe.)

Kein Wunder also das wir seit der 5. Klasse, also seit dem Moment an dem sich unsere Wege kreuzten, befreundet sind. Die Datingfrage? „Was du hast Worms?“

Ja, es ist eine gute Freundschaft, die schon lange dauert und so einiges an hohen Wellen überlebt hat. Die größte Herausforderung war es auch nach der Schule noch Kontakt zu halten, denn ab dem Abitur waren wir nicht mehr zusammen in einer Stadt und keinen gemeinsamen Tagesablauf mehr.

Klar, man hätte (auch damals schon) anrufen können. Skype war auch schon erfunden und statt WhatsApp gabs ICQ und MSN. Es lag nicht an den mangelnden Möglichkeiten regelmäßig Kontakt zu halten, sondern eher an den Themen. Was sollte ich denn sagen, wenn ich anrufe? Auf Smalltalk stehe ich nicht und Freundschaft definiert sich durch Aktionen nicht durch Worte.

Es ist eben nicht so, dass wir uns nie gesehen haben in der Zeit. Wir hatten stets Kontakt, besuchten uns in den Städten und trafen uns in der gemeinsamen Heimatstadt.

Mittlerweile haben wir regelmäßig Kontakt. Dank, ich weiß nicht, ob ich sowas bei DreifachGlauben schreiben sollte, aber, da es wahr ist: Counterstrike. Ein wunderbarer Taktikshooter, der sich vortrefflich mit Freunden, da (nomen est omen) taktisch, spielen lässt. So spielen wir einmal die Woche eine Runde. Skypen dabei und erzählen uns in Kürze was gerade ansteht.

Im Vordergrund steht der gemeinsame Spaß und nebenbei die Freundschaft.

Tobias Sauer

Katholischer Theologe und Initiator von ruach.jetzt. Auf der Suche nach einer Kirche von morgen mit dem Glauben der Menschen von heute.

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1 Antwort

  1. Christiane Ehrlich sagt:

    Lieber Tobias, ja wie war das eigentlich damals, so ohne WhatsApp, Skype usw. Eine kleine Anmerkung aus der Geschichte der Freundschaften . Meine Großmutter Jahrgang 1907,hatte eine Beste Freundin aus der Nachbarschaft. Zu einer Zeit also als es noch nicht mal Telefon gab. Vor der Eheschließung sind die beiden gereist (war so nicht üblich damals). Später haben beide geheiratet und sind so ungefähr 120km auseinander gezogen. Es gibt Briefe, sehr nette Briefe ich muss gestehen ich lese sie manchmal. Beide haben Kinder, auch beste Freunde, meine Eltern und die Freunde haben jeden Sonntag telefoniert, bis zum Tot meiner Eltern. Heute telefonieren wir manchmal miteinander und plauschen über alte Zeiten, mit den Kindern der besten Freunde meiner Großmutter und meiner Eltern habe ich zumindest einen lockeren Kontakt, wir kennen uns ja ein ganzes Leben.
    Freundschaften sind wunderbar, manchmal für viele Generationen.

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