Nein, ich lebe genau so, wie ich will!

Ich bin jetzt zusammen mit meinem Zukünftigem im letzten Monat unserer Hochzeitsvorbereitungen. Dazu gehört eben auch noch einmal den Saal für die Deko zu begutachten und dem Personal der Location die letzten Wünsche mitzuteilen.

„Ein bisschen Efeu würde sich noch gut in den Fensternischen machen.“ „Nein, ein paar Sitzkissen für draußen zieht die Hochzeitsgesellschaft vielleicht viel zu sehr nach draußen.“
„Brauchen wir zusätzliche Kissen für die Rückenlehnen?“ – „Nein, beim Tischgespräch wendet man sich doch eher nach vorne, sodass der Sitzkomfort nicht wirklich beeinträchtigt wird.“

„Wird es die Schwingungen im Raum verändern, wenn wir eine Cocktailbar einrichten anstatt die Cocktails vom Service bringen zu lassen?“
„Nein, ein bisschen Bewegung kann bei den Gästen schließlich nicht schaden und hebt für gewöhnlich die Stimmung. Ich habe gehört, bei körperlicher Aktivität sollen Glückshormone ausgestoßen werden, die beim Gast dann wohl für das beste Wohlbefinden sorgen!“

Froh, Dinge, die wahrscheinlich für den hochzeitlichen Weltuntergang gesorgt hätten, abgewendet zu haben, wendeten wir uns als nächstes den Absprachen mit dem Service zu. „Haben wir eigentlich Schnapsgläser?“ – „Hm, die müssten unbedingt noch besorgt werden.“

Sie müssten aus Glas sein und natürlich zu den ausgesuchten Gläsern und Tellern passen, sonst riskieren wir schließlich einen Aufruhr unter den Gästen.

Plastikgläschen? Nein, die kommen nicht infrage, sind sie doch völlig unangebracht für ein Fest von solchem Rang!

Am Ende unserer Besprechungen erzählte mir unsere Servicekraft, dass sie letztes Wochenende auf einer Hochzeit bedient hat, auf der selbst Burger für die Gäste zubereitet wurden. Gegessen wurde auf schön eingedeckten Bierbänken in einem Park. Deko bot die Natur. Ein Teich und ein paar Bäume.

In dem Gedanken – zumindest fortan – ein unabhängiges und eigenständiges Leben zu führen, beschloss ich auf dem Weg nach draußen: „Doch Plastikschnapsglässchen! Auch wenn ich damit möglicherweise ein öffentliches Ärgernis errege.“

Judith Engelfried

Judith Engelfried

Theologie und Germanistikstudentin an der Uni Trier, tourt übers Land als leidenschaftliche Sängerin der Band Inspiration, liebt ihren Glauben und hofft mal eine gute Lehrerin zu werden.

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1 Antwort

  1. Öko-Theosoph sagt:

    Es gibt einen Bereich in Gott, der dem Menschen (oder dem Ich-Bewusstsein des Menschen) ewig verborgen ist. Gott ist nicht auf die Weise allmächtig, dass er z. B. einen unbelehrbaren Raucher retten kann. Jesus Christus war (oder ist) ein bedeutender Mystiker und Wunderheiler, aber nicht der Sohn Gottes. Zudem kann man Christus mehr ins Innere jedes einzelnen Menschen verlagern. Gott ist kein Schöpfer (und keine Person). Die Welt existiert seit unendlich langer Zeit (und ist unendlich groß). Man kann viel Geld sparen, wenn man Gottesdienste nicht in Kirchen durchführt, sondern ohne Priester zu Hause (oder gar keine Gottesdienste durchführt). Diverse andere kirchliche Aktivitäten können eher bestehen bleiben.
    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen und Wunderheilungen gelangen. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Man sollte sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur dann ein luzider Traum ereignet, wenn dies im Sinne Gottes ist. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe (z. B. visuelle) Reize herbeigeführt werden. Was Traumdeutung betrifft kann die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt, ob das Leben nur eine Illusion ist (wie es manchmal im Buddhismus geschieht). Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet (wodurch viele Autos überflüssig werden). Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (Luxusgüter, Werbung, Geldverleih usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (ein Öko-Auto fährt 100 Jahre, ein Zweisitzer-Auto spart Material, ein 1-Liter-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im 25-qm-Nano-Zelt (oder im dünnwandigen, einstöckigen 3-D-Druck-Haus mit Nano-Wärmedämmung) dauerhaft wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung vor allem im Winter. Denn diverse Naturvorgänge (z. B. das Klima) verhalten sich zum Menschen so wie das Unbewusste zum Ich-Bewusstsein. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten zu reduzieren oder einzustellen. Zudem kann man untersuchen, ob es wirklich Fälle von Nahrungslosigkeit (z. B. bei Katharina Emmerick) gibt. Die berufliche Arbeitszeit kann stark verkürzt werden (was u. a. CarSharing begünstigt). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe in der Zukunft in immer größerem Ausmaß an Bedeutung verlieren.

Und was sagst du dazu?