Deckbett gewünscht

22 Uhr, der Tag ist geschafft. Oder so ähnlich. Eigentlich steht heute Abend noch Prüfungsvorbereitung an. Aber der Kopf macht nicht mehr mit. Alles Apfelmus da drin. Ein kurzer Scroll über facebook verspricht ja prinzipiell erstmal Ablenkung und Erfrischung.
Heute jedoch leider keins von beidem. Ich stolpere dabei immer wieder über Artikel, Posts und Nachrichten, die weder Witz noch Leichtigkeit verheißen.

Das Leid der Welt und die Angst der Menschen, formuliert in reißerischen Geschichten, schlechtgemachten Graphiken, polarisierenden Überschriften, einseitig recherchierten Meldungen.

Mir wird übel.

Ich wünsche mir, die Kraft zu haben, mit ihnen zu diskutieren, zu debattieren, manches Argument zu entkräften. Aber irgendwie bin ich zu k.o., aber es reicht noch, den bereits geschriebenen Artikel  Türen dieser Welt nochmal zu teilen. Denn an meiner Meinung hat sich nix geändert.

Ich bin gerade einfach ziemlich müde. Mag in mein Bett. Und eine Decke über den Kopf. Die hieß früher bei uns Deckbett. Wenn mein Papa das über mich drüber gepackt hat, war alles gut. Schade, dass das heute nicht mehr so einfach ist. Wann genau bin ich zu alt geworden dafür?

Simone Müller

Menschin, Bildungsreferentin der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg in der Stadt mit dem schönsten Dom :) --> www.dpsg-speyer.de, gerade noch an der Abschlussarbeit in Theologie in Freiburg. Und auch sonst immer unterwegs, am liebsten in der Natur. Auf der Suche nach Windmomenten, Bildern und Geschichten.

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