Von der Angst zum Ende zu kommen

Foto von Kevin Max

Eigentlich heißt es ja, dass aller Anfang schwer ist. Das berühmte weiße Blatt Papier.
Doch für mich ist nicht das Anfangen, sondern das zum Ende kommen viel herausfordernder.
Das beschriebene Blatt Papier endlich mal abgeben.
Mich damit abfinden, dass eine Sache jetzt vorbei ist.

Ja, ich finde ein Ende schwieriger als einen Anfang.
Wenn ich Anfange weiß ich wohin ich möchte. Ich habe eine Idee, der ich nachfolge.
Ein grobes Konzept was ich machen möchte.

Aber etwas zu Beenden heißt auch immer mit der Idee abzuschließen.
Und dann habe ich eben kein Konzept mehr für den nächsten Schritt.
Keine Idee, die danach kommt, sondern einfach nichts.
Nur das was zu Ende gebracht worden ist.

Und so sitze ich da. Vor dem voll beschriebenen Papier.
Sage mir: „Da könntest du noch was machen. Hier könntest du noch was schreiben.“
Bis ich abbreche und die letzte Hausarbeit meines Lebens endlich abgebe.

Tobias Sauer

Studenten der katholischen Theologie
an der Universität Freiburg und Theologischen Fakultät Trier
bald fertig. Auf der Suche nach einer Kirche von morgen mit dem Glauben der Menschen von heute.

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