Nie erwachsen

Foto von Kevin Max

Ich muss es wohl zugeben: Genau wie Tabaluga, Peter Pan und Bushido habe ich so meine Problemchen mit dem erwachsen werden und sein. Vor allem, weil ich gerne Unsinnigem nachgehe. Etwas das keinen Platz hat, wenn ich 6 Uhr morgens zu Arbeit muss, den ganzen Tag im Büro wichtiges erledige und dann, wenn ich wieder nach Hause komme, erstmal über die Anstrengungen der Arbeit aufrege bis ich fernsehguckend auf dem Wohnzimmersofa einschlafe.

Mein ganz persönlicher Albtraum ist eine Routine aus aufsteh’n, arbeiten, aufregen, einschlafen. Ein Korsett in dem kein Platz mehr für lustige, aber rein rational unnötige Projekte, ist. Oder einfach mal eine Runde am Computer zocken. Wunderbare Zeitverschwendung.

Und nun musste ich im Gespräch mit einem guten Freund feststellen: Huch, so schnell ist man erwachsen und so schlimm haben wir uns dann doch nicht entwickelt. Ja, es gibt andere Prioritäten. Ja, die Zeit wird nicht mehr so zwanglos verschwendet wie früher. Aber, und das ist einfach gut festzustellen, es ist immer noch genug Zeit für Quatsch da.

Bis jetzt habe ich es geschafft dem Korsett zu entgehen, obwohl ich gestern Die Zeit lesend, auf der neuen Gartenlounge auf der Terrasse meines Hauses gesessen habe, während meine Tochter im Garten spielte.

Tobias Sauer

Katholischer Theologe und Initiator von ruach.jetzt. Auf der Suche nach einer Kirche von morgen mit dem Glauben der Menschen von heute.

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