Meine Freiheit

Foto von Eva Römheld

Ich hasse es abhängig zu sein.
Nicht im Sinne davon, dass einer für mich da ist. Das ich mich auf jemanden verlassen kann. Nicht das Gefühl von fallen lassen. Aufgefangen werden. Ausruhen.

Sondern das abhängig Sein.
Der Zwang, dass ich mich fallen lassen muss. Das ich nicht von alleine aufstehen darf. Das ich immer die Hilfe brauche, die mir angeboten wird. Das da eine Person ist, die denkt besser zu wissen, was ich denken, fühlen, sagen, lassen sollte.

Personen, die versuchen meine Freiheit an ihre beschränkten Ketten zu legen, um es mir als eine besonders erhabene Form der Freiheit zu verkaufen. Bis ich nach Tagen, Wochen, Monaten, Jahren endlich begriffen habe, dass eine erhabene Form der Kette trotzdem eine Kette ist.

Um das zu erkennen brauche ich oft Andere. Die mir beistehen. Mir die Ketten zeigen. Die helfen, um mir zu helfen und nicht gleichzeitig eine neue Kette schmieden. Die ein Interesse an meiner Freiheit haben.

Die Wissen, dass ich ihnen auch bei ihren Ketten helfen werde.

In Kooperation mit katholisch.de befassen wir uns die Fastenzeit mit den 7 Werken der Barmherzigkeit. Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag veröffentlichen wir einen Gebetsimpuls auf der katholisch.de Facebookseite. Und jeden Sonntag einen Gedanken auf unserem Blog. Alle Gedanken sind unter Fastenaktion 2016 abrufbar. #barmherzlich

Tobias Sauer

Studenten der katholischen Theologie an der Universität Freiburg und Theologischen Fakultät Trier bald fertig. Auf der Suche nach einer Kirche von morgen mit dem Glauben der Menschen von heute.

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